Chinas Führung wird sich voraussichtlich mit neuen Konjunkturspritzen gegen den einsetzenden Abschwung stemmen. Die Regierung habe ein Massnahmenpaket zur Stabilisierung des Wachstums ins Auge gefasst, verlautete am Donnerstag aus dem Beraterstab der Führung in Peking.

Das Bruttoinlandsprodukt hatte im ersten Quartal nur um sieben Prozent zugelegt. Das ist die niedrigste Zuwachsrate seit Ausbruch der Finanzkrise 2007/08. Jüngste Konjunkturdaten deuten daraufhin, dass die Zugkraft der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt seither weiter nachgelassen hat.

Zentralbank mit Handlungseifer

Das Politbüro der Kommunistischen Partei hat jüngst betont, dass es den Abwärtstrend genau beobachte. Insider aus dem Umfeld der Führung berichten nun von grosser Sorge unter den staatlichen Wirtschaftslenkern. Ein Ökonom aus dem Beraterkreis der Regierung geht davon aus, dass die Zentralbank geldpolitische Impulse setzen und die Regierung Investitionen in die Infrastruktur verstärken wird.

Im April hatte sich die Zentralbank bereits mit neuen Schritten gegen die Abkühlung der Konjunktur gestemmt. Die Banken erhielten noch mehr Spielraum bei der Kreditvergabe.

(reuters/ise/ama)