Der Schweizer Exporthandel hat sich im Mai erneut abgeschwächt: Mit 17,4 Milliarden Franken gingen die Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozent zurück (real -5,2 Prozent). Auch arbeitstagbereinigt gab es einen Exportrückgang von 1,3 Prozent (real -5,6 Prozent).

Saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) war dies bereits der vierte Monat im laufenden Jahr mit negativer Entwicklung, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Der Abwärtstrend setze sich also weiter fort.

All drei wichtigsten Exportbranchen betroffen

Die drei gewichtigsten Exportbranchen verzeichneten einen Rückgang: Bei der chemisch-pharmazeutischen Industrie sanken die Ausfuhren um 0,3 Prozent, bei der Maschinen- und Elektronikindustrie um 0,9 Prozent und bei der Uhrenindustrie gar um 3,9 Prozent. Derweil zeigten die Präzisionsinstrumente mit 8,3 Prozent die stärkste Zunahme.

Einzig nach Lateinamerika (+11 Prozent) wurde deutlich mehr exportiert als im Vorjahr, so die EZV weiter. Nach Asien (+1 Prozent) nahmen die Ausfuhren leicht zu, während die Lieferungen in die übrigen Kontinente rückläufig waren.

Die Importe nahmen im Mai mit 15,2 Milliarden Franken um 1,0 Prozent zu (real -1,0 Prozent). Arbeitstagbereinigt blieb ein Plus von 0,7 Prozent (real -1,3 Prozent). Insgesamt wies die Schweizer Handelsbilanz einen Überschuss von 2,2 Milliarden Franken auf.

(chb/sda)