Die Schweizerische Nationalbank hält per Ende Mai mit einem Gegenwert von 444,4 Milliarden Franken so viele Fremdwährungen wie noch nie, schreibt die Handelszeitung. Der neue Höchststand zeigt, dass der Schweizer Notenbank zunehmend die Hände gebunden sind.

Laut ihrem früheren Chefökonom Ulrich Kohli betreibt die SNB seit der Anbindung des Frankens an den Euro vor knapp drei Jahren ausschliesslich eine Wechselkurspolitik. Kohli zur Handelszeitung: «Die Schweiz hat seit drei Jahren keine Geldpolitik mehr. Hingegen fehlt ihr der Spielraum bei den Zinsen als Hauptinstrument der Geldpolitik. Dort ist die SNB abhängig von den Entscheiden der EZB.

Ruf eines EU-Beitritts

Für Ex-UBS-Chef Oswald Grübel handelt es sich bei der Euro-Anbindung um eine «gigantische Gratis-Option für die ganze Wirtschaft». Hält der Zustand an, dann könnte in Bern der Ruf eines EU-Beitritts laut werden.

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