Die Schweiz bleibt für die Ratingagentur Standard & Poor's ein Musterschülerin. Die US-Agentur bestätigte die Bestnote «AAA» mit stabilem Ausblick. Damit bleiben die Bundesobligationen eine sichere Anlage für Investoren.

Die hohe Bewertung verdanke die Schweiz einer gut aufgestellten, wettbewerbsfähigen und diversifizierten Wirtschaft, teilte Standard and Poor's (S&P) mit. Das Land verfüge zudem über eine starke Aussenposition und sei geldpolitisch flexibel. Die Schweizer Behörden betrieben eine umsichtige Geldpolitik.

Gegen makroökonomischen Schock gewappnet

Die Schweizer Wirtschaft sei in der Zukunft gut gegen einen möglichen makroökonomischen Schock gewappnet. Allerdings würden Verschiebungen im internationalen Finanzsektor und Steuerabkommen das Land schwächen.

Das harte Vorgehen im Ausland gegen Steuersünder fordere den für die Schweizer Wirtschaft wichtigen Bankensektor heraus. Kleinere Banken, die stark im Hypothekargeschäft tätig sind, seien zudem bei steigenden Immobilienpreisen Risiken ausgesetzt.

Glaube an Schweizer Bankenplatz

S&P glaubt aber an die Zukunft des Bankenplatzes Schweiz. Weltweit habe die Bankenindustrie als einzige die höchste Punktzahl erreicht. Die Banken seien nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen und die Vorschriften für sei seien nach der weltweiten Finanzkrise verschärft worden.

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Die Schweiz wird von allen drei grossen Ratingagenturen S&P, Moody's und Fitch mit dem höchsten Kreditrating ausgezeichnet. Nebst der Schweiz werden in Europa auch Deutschland, Grossbritannien, Schweden, Finnland und Norwegen von S&P mit einem Triple-A bewertet. Die Nachbarländer Frankreich (AA) und Italien (BBB) sind weniger kreditwürdig. Auch die USA erreichen nur ein AA+.

(sda/dbe/sim)