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Schweiz steigert Wachstum im dritten Quartal

Schweiz steigert Wachstum im dritten Quartal
Rolex-Uhr: Uhren sind Exportschlager und treiben unter anderem das BIP.  Keystone

Der Staat und die privaten Haushalte haben im vergangenen Quartal mehr ausgegeben. Weil auch die Exporte kräftig anzogen, resultiert ein Plus gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahr.

Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz ist im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent gewachsen. Im Quartal davor betrug das Wachstum 1,6 Prozent. Zum stärkeren Wachstum hätten vor allem der Konsum und die Exporte beigetragen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Mittwoch mit.

Das Wachstum der Konsumausgaben ist getrieben von den Ausgaben der privaten Haushalte und des öffentlichen Sektors. Das Konsumwachstum wurde vor allem von den Bereichen Gesundheits- und Verkehrsausgaben gestützt. In anderen Bereichen habe der private Konsum stagniert, erklärte das Seco. Die Ausrüstungsinvestitionen wuchsen um 0,3 Prozent und der Bau legte nach einem Rückgang im zweiten Quartal um 0,8 Prozent zu.

Starke Exportzahlen

Im Exportbereich, der nach einem Einbruch im zweiten Quartal wieder knapp fünf Prozent zulegte, lieferten vor allem die Bereiche Chemie/Pharma und Uhren/Schmuck spürbare Wachstumsimpulse. Ebenfalls positiv haben sich die Exporte von Metallen sowie auch von Maschinen/Elektronik entwickelt. Die Ausfuhrzahlen von Fahrzeugen bildeten sich zurück.

Die Warenimporte (ohne nicht monetäres Gold und Wertsachen) nahmen im dritten Quartal 2014 ebenfall um 1,0 Prozent zu. Hierzu haben insbesondere Energieimporte sowie Importe von Uhren und Schmuck positiv beigetragen. Grundsätzlich verzeichnete der Grossteil der Rubriken ein positives Wachstum, einzig die Einfuhren von chemischen und pharmazeutischen Produkten waren rückläufig.

Vergleich zum Vorjahr: Plus 1,9 Prozent

Im ersten Quartal war das Schweizer BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent gewachsen und im zweiten Quartal hatte es um 0,3 Prozent zugelegt.

Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal erhöhte sich das BIP von Juli bis September um 1,9 Prozent nach einem Plus von 1,6 Prozent im zweiten und von 2,5 Prozent im ersten Vierteljahr.

Deutlich über Erwartungen

Ökonomen hatten im Schnitt mit 0,3 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorquartal und 1,4 Prozent BIP-Anstieg gegenüber dem Vorjahrsquartal gerechnet. Die vom Seco nun publizierten Zahlen liegen deutlich über den Erwartungen.

Das Seco hat jüngst seine BIP-Berechnungsmethode umgestellt und publiziert die BIP-Zahlen seit September auf Basis des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 10).

(sda/reuters/ise/ama)

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