Die Schweiz hat den Vorsitz der europäischen Forschungsinitiative Eureka übernommen. Die Organisation ist für die Schweiz eine von drei Säulen der Forschungszusammenarbeit mit Europa.

Bruno H. Moor, der Delegierte des Eidg. Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), trat am Freitag in Norwegen den einjährigen Vorsitz der Eureka an, wie das WBF mitteilte. Eureka wird zum zweiten Mal von der Schweiz präsidiert. Das letzte Mal hatte die Schweiz den Vorsitz vor 20 Jahren inne.

Eureka hat das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. Dies soll mittels grenzüberschreitender Projekte in der marktorientierten industriellen Forschung und Entwicklung geschehen.

1985 von 17 Staaten gegründet

Die Initiative wurde 1985 von 17 Staaten gegründet. Zu den Gründerstaaten zählt auch die Schweiz. Heute umfasst die Organisation 41 europäische Mitgliedsstaaten sowie die drei assoziierten Mitglieder Kanada, Südkorea und Südafrika.

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Einen Höhepunkt im Schweizer Vorsitzjahr bilde der Eureka-Innovationsanlass, der am 19. November in Basel durchgeführt werde, teilte das WBF mit. Ziel der Veranstaltung sei die Vernetzung der Industriepartner, damit diese ihre Projektideen austauschen und neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln könnten.

Veränderte Situation nach Ja zur SVP-Initiative

Für die Schweiz ist Eureka eine der drei Säulen der Forschungszusammenarbeit mit Europa. Die wichtigste Säule stellen die Forschungsprogramme der EU dar. An diesen hat die Schweiz jahrelang teilgenommen. Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative hat sich die Situation aber verändert.

Zwar können Schweizer Forscher noch immer an Projekten teilnehmen, aber nicht mehr mit dem gleichen Status. Zudem muss die Schweiz die dafür nötigen Mittel selber bereitstellen.

Die dritte Säule der Forschungszusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU stellt die Organisation COST (European Cooperation in Science and Technology) dar.

(awp/vst)