1. Home
  2. Konjunktur
  3. Schweiz: Weitere Strafzinsen am Horizont

Negativzinsen
Schweiz: Weitere Strafzinsen am Horizont

Schweizerische Nationalbank: Kommender EU-Entscheid könnte zum Handeln zwingen.   Keystone

Die Schweizerische Nationalbank um Thomas Jordan erwägt höhere Strafzinsen. Der Aufwertungsdruck auf den Franken könnte am Montag wieder deutlich steigen.

Veröffentlicht am 08.03.2015

Die Schweizer Nationalbank zieht einem Zeitungsbericht zufolge angesichts der Franken-Stärke höhere Negativzinsen in Betracht. Ein Zinssatz von minus 1,5 Prozent werde erwogen, berichtete die " Schweiz am Sonntag" unter Berufung auf das Umfeld der Notenbank. Diese hatte im Januar bereits den Negativzins auf 0,75 Prozent erhöht, den Banken für hohe Einlagen dort zahlen müssen. Diesen Satz hatte die SNB zugleich mit der Aufhebung der Bindung des Franken-Kurses an den Euro verkündet, in dessen Folge die Währung schlagartig aufwertete. Eine Sprecherin des Instituts wollte sich zu den Angaben der Zeitung nicht äußern.

Weiterer Aufwertungsdruck

Die Schweizer Währung könnte sich einem weiteren Aufwärtsdruck ausgesetzt sehen, wenn die Europäische Zentralbank am Montag ihr billionenschweres Anleihenkaufprogramm startet. SNB-Chef Thomas Jordan hatte im Februar gesagt, die Bank habe Spielraum, die Negativzinsen zu erhöhen, um den Franken zu schwächen. Der gestiegene Frankenkurs macht es der Exportwirtschaft schwerer, ihre Waren in Nachbarländer zu verkaufen.

(reuters/chb)

Anzeige