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Schweiz will Drehscheibe für Chinas Währung werden

Chinesische Banknote: Immer wichtigere Währung. (Bild: ZVG)

Die Volksrepublik ist längst eine Wirtschaftsmacht. Damit steigt die Bedeutung der Landeswährung. Im Handel mit dem Renminbi will die Schweiz führend werden. Doch London und Singapur schlafen nicht.

Von David Vonplon
am 03.07.2013

Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammannresit dieser Tage nach Peking um seinen chinesischen Amtskollegen Gao Hucheng zu treffen. Im Zuge der Annäherung streben die beiden Länder auch eine stärkere Zusammenarbeit im Finanzmarkt an. Die Schweiz will sich innerhalb Europas als führende Drehscheibe im Handel mit der chinesischen Währung Renminbi etablieren.

Unter der Leitung des Staatsekretariats für internationale Finanzfragen (SIF) betraute der Bund nun eine Arbeitsgruppe mit der Aufgabe, die Errichtung eines solchen Hubs an die Hand zu nehmen soll. «Wir sind zurzeit daran, mit der Branche allfällige Hürden für die Errichtung eines solchen Hubs zu eruieren», bestätigt Sprecher Mario Tuor gegenüber der «Handelszeitung». Diese könne man im Rahmen des Finanzdialogs mit China konkret aufnehmen, sofern es sich um staatliche Hürden handle.

In der Arbeitsgruppe sind neben dem SIF auch die Finanzmarktaufsicht Finma und die Nationalbank vertreten. Ebenfalls an Bord ist die Bankiervereinigung. Doch es gibt Konkurrenz: Neben der Schweiz wollen sich nach der Öffnung des chinesischen Kapitalmarkts auch London und Singapur als Offshore-Handelsplatz für die chinesische Währung etablieren.

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