Finanzanalysten bleiben bei ihren Einschätzungen zur Schweizer Wirtschaftsentwicklung zwar vorsichtig. Die Mehrheit (69,2 Prozent) rechnet im nächsten Halbjahr mit keinen Veränderungen. Doch die aktuelle Lage bewerten sie so positiv wie schon lange nicht mehr.

82,1 Prozent bezeichnen die aktuelle Wirtschaftslage als normal, wie es in der Mitteilung zum ZEW-Indikator vom Mittwoch heisst. 17,9 Prozent bewerten sie sogar als gut. Dieser Anteil ist der höchste seit Januar 2015, als die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Euro-Franken-Mindestkurs aufgehoben hat.

Analysten rechnen mit höheren Zinsen

Zudem rechnet mit 61,6 Prozent ein grösserer Anteil (+8,9 Prozent) der Analysten mit langfristig höheren Zinsen. In der kurzen Frist werden sich die Zinsen gemäss den meisten Einschätzungen aber nicht verändern. Zudem rechnet zum ersten Mal seit Mai 2011 eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer (53,8 Prozent) mit einer steigenden Inflationsrate in den nächsten sechs Monaten.

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Der aus den Ergebnissen errechnete ZEW-Indikator für Oktober blieb nahezu konstant. Er veränderte sich um 2,5 Punkte auf 5,2 Zähler. Er wird von der Grossbank Credit Suisse und dem deutschen Zentrum für Wirtschaftsforschung ZEW erstellt.

(sda/cfr/gku)