Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im Januar 2012 gegenüber dem Vormonat um 3'655 Personen gestiegen und lag Ende Monat bei 134'317. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,3 Prozent auf 3,4 Prozent. Die saisonbereinigte Ziffer verharrt auf 3,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen aber um 9,7 Prozent oder 14'467 Personen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte.

Die Zahlen fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat einen Wert von 3,3 Prozent bis 3,5 Prozent geschätzt, für die saison-bereinigte Ziffer wurde ein Wert von 3,1 Prozent bis 3,2 Prozent prognostiziert. Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 559 Personen oder 3,0 Prozent auf 19'417. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um 3'033 Personen. Das ist ein Minus von 13,5 Prozent.

Kurzarbeit nimmt zu

Insgesamt wurden im Januar 187'417 Stellensuchende registriert, 1'711 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 23'499 Personen (-11,1%). Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich derweil um 2'437 auf 17'471 Stellen. Im November waren 6'357 Personen von Kurzarbeit betroffen, entsprechend 24,4 Prozent oder 1'245 Personen mehr als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 103 Einheiten (+22,4 Prozent) auf 562. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 69'410 (+26,8 Prozent) auf 328'613 Stunden zu. In der entsprechenden Vorjahresperiode (November 2010) waren 393'320 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 7'277 Personen in 948 Betrieben verteilt hatten.

Ferner kam es im November gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen zu 2'669 Aussteuerungen von Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats November 2011 ausgeschöpft hatten.

(muv/vst/awp)