Die Schweizer Hotelbetriebe haben im Oktober mehr Übernachtungen verbucht als im Vorjahresmonat. Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie im Oktober 2012 insgesamt 2,63 Millionen Logiernächte, was gegenüber Oktober 2011 einer Zunahme um 1,3 Prozent (35'000 Logiernächte) entspricht.

Der Berichtsmonat war der erste Monat seit Mai (+0,6 Prozent) mit positivem Vorzeichen. In den Monaten September (-1,7 Prozent), August (-0,3 Prozent), Juli (-7,2 Prozent) und Juni (-5,5 Prozent) lagen die Jahresraten jeweils mehr oder weniger deutlich im Minus.

Die Touristen aus dem Ausland verzeichneten im Oktober 1,32 Millionen Logiernächte und damit eine Zunahme um 5,5 Prozent (+69'000). Die Gäste aus dem Inland generierten mit 1,31 Millionen Logiernächte fast gleichviel, was aber eine Abnahme um 2,5 Prozent bedeutet (-34'000).

Deutsche bleiben aus

Alle Kontinente verzeichneten gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme. China (ohne Hongkong) verzeichnete mit 21'000 zusätzlichen Logiernächten (+32 Prozent) die stärkste absolute Zunahme. Es folgen die Gäste aus den Golfstaaten mit einer Steigerung um 11'000 Logiernächte (+56 Prozent) und jene aus den USA mit einer Zunahme um 9'200 Einheiten (+8,4 Prozent).

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Demgegenüber verzeichnete Deutschland mit einem Logiernächterückgang von 14'000 (-4,2 Prozent) die stärkste absolute Abnahme. Es folgen die Gäste aus Italien mit einem Rückgang um 3500 Logiernächten (-5,3 Prozent).

Acht der dreizehn Tourismusregionen wiesen eine Logiernächtezunahme auf. Die Region Zürich verzeichnete mit einem Plus von 34'000 Einheiten (+7,7 Prozent) das stärkste absolute Wachstum. Es folgen die Regionen Wallis und Luzern/Vierwaldstättersee mit einem Plus von je 12'000 Logiernächten (+5,9 Prozent bzw. +4,4 Prozent). Genf verbuchte 6'800 zusätzliche Logiernächte (+3 Prozent). Den deutlichsten absoluten Rückgang musste Graubünden mit einem Minus von 16'000 (-5,7 Prozent) hinnehmen, es folgen das Tessin (-13'000 Logiernächte; -5,5 Prozent) und die Ostschweiz (-3'400 Logiernächte; -2 Prozent).

Golfländer sind Boomländer

In der touristischen Sommersaison von Mai bis Oktober wurden insgesamt 19,27 Millionen Logiernächte registriert, was 2,5 Prozent weniger (-499'000 Logiernächte) sind als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Die inländischen Gäste generierten dabei 8,49 Millionen Logiernächte (-2,1 Prozent), insgesamt 10,78 Millionen gingen auf das Konto der ausländischen Gäste (-2,9 Prozent).

Nach Kontinenten betrachtet, registrierte der europäische Kontinent (ohne Schweiz) gegenüber der Sommersaison 2011 einen Rückgang um 8,1 Prozent, wobei Deutschland die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer verzeichnete. Bei den Gästen aus Asien resultierte ein Zuwachs um 235'000 Logiernächte (+11%). China (ohne Hongkong) legte um 102'000 Logiernächte (+25%) zu und wies damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf.

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Es folgen die Golfstaaten mit einem Logiernächteplus von 83'000 (+28 Prozent) und Japan mit einem Wachstum von 26'000 Einheiten (+6,7 Prozent). Die Nachfrage aus dem amerikanischen Kontinent erhöhte sich um 31'000 Logiernächte (+2,3 Prozent).

Zehn der dreizehn Tourismusregionen wiesen in der Sommersaison einen Logiernächterückgang auf. Graubünden verzeichnete mit einem Minus von 173'000 Logiernächten (-7,1 Prozent) den deutlichsten absoluten Rückgang gegenüber der Sommersaison 2011.

(muv/tno/awp)