Negative Vorgaben aus Asien dürften die Stimmung an der Schweizer Börse trüben. Kurzfristig könnte es nach den herben Verlusten der vergangenen Sitzungen aber auch zu einer technische Erholung kommen. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsbeginn um 0,4 Prozent höher auf 7288 Zählern. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI 0,6 Prozent höher mit 7292 Zählern. 

Am Vortag hatte der Leitindex wegen zunehmender Sorgen um den Zustand von Chinas Finanzsystem und der Aussicht auf eine baldige Straffung der US-Geldpolitik weitere 2,3 Prozent eingebüsst. Die Jahresperformance des SMI ist auf noch gut sechs von ursprünglich fast 25 Prozent geschrumpft. Kurzfristig könnte es durchaus zu einer Gegenbewegung kommen, sagte ein Händler. Längerfristig aber hätten sich die Aussichten eingetrübt. «Ein Grossteil der Verkäufe stammt von ETF Fonds und aus Futures-Abgaben und das deutet darauf hin, dass Anleger Gelder abziehen», sagte ein Händler.

Im Vorfeld der Generalversammlung von Schmolz + Bickenbach am Freitag ist möglicherweise eine Vorentscheidung gefallen. Nach Angaben des Unternehmens hat das Handelsgericht des Kantons Zürich der Familien-Hauptaktionärin verboten, mit der vollen Beteiligung von 40 Prozent abzustimmen. Die Hälfte davon ist nach Ansicht des Gerichts durch einen Aktionärsbindungsvertrag mit der Gebuka AG gebunden, die ein Vetorecht ausübt. 

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Partners Group übernimmt CSS-Mehrheit 

Die Biotechfirma Basilea hat von BARDA, einer Abteilung des US-Gesundheitsministeriums, einen Vertrag in Höhe von bis zu 89 Millionen Dollar für die Entwicklung ihres Antibiotikums BAL30072 erhalten. Gemäss der Vereinbarung wird BARDA über eine erste Laufzeit von 22 Monaten zunächst etwa 17 Millionen Dollar zu Verfügung stellen. 

Partners Group hat für seine Kunden die Mehrheit an CSS Corp übernommen. Der Manager von Privatmarktanlagen bewertet das Unternehmen mit 270 Millionen Dollar. CSS Corp ist ein global führender Technologiedienstleister, der unter anderem Mobilitätslösungen, Cloud-Services, technische Unterstützung sowie dezentrales Infrastrukturmanagement anbietet. Der Personalvermittler Adecco hält 5,03 Prozent der eigenen Aktien. Damit wurde die Meldegrenze überschritten.

(muv/aho/reuters)