Im Schweizer Aussenhandel haben im November die Exporte nominal leicht zugenommen, während die Importe deutlich zurückgingen. Das teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mit. Sie bezeichnet den Aussenhandel als «angeschlagen».

Weiterhin seien die Güterpreise in beiden Verkehrsrichtungen sichtbar rückläufig. Aufgrund der gegensätzlichen Entwicklungen zwischen den Ex- und den Importen resultierte ein laut EZV «massiver» Handelsbilanzüberschuss von 3 Milliarden Franken. Dies ist der zweithöchste je in einem Monat gemessene Aktivsaldo.

Die Importe fielen gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent auf 14,8 Milliarden Franken (real: -3,4 Prozent). Das Ergebnis sei massgeblich von den kräftig gesunkenen Einfuhren im Chemiebereich geprägt. Im saisonbereinigten Vormonatsvergleich ergab sich ebenfalls ein klarer Rückgang. Die Preise der importierten Güter sanken um 3,5 Prozent, ohne die Pharmasparte ergab sich ein Preisabschlag von 1,6 Prozent (real: -5,2 Prozent).

Uhrenindustrie 16 Prozent im Plus

Die Exporte stiegen nominal um 0,9 Prozent auf 17,8 Milliarden Franken (real: +3,8 Prozent), womit sich die abflachende Wachstumstendenz der letzten Monate fortsetzte. Zum sechsten Mal in Folge resultierte gegenüber dem Vormonat auf saisonbereingter Basis ein Minus. Die Exportgüterpreise fielen um 2,8 Prozent, wobei sich ohne die Preisentwicklung in der Pharmasparte lediglich ein Abschlag von 0,4 Prozent (real: +1,3 Prozent) ergab.

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Zwischen den verschiendenen Branche zeigte sich eine grosse Spannweite, von +16 Prozent in der Uhrenindustrie bis hin zu -17 Prozent in der Papier- und Grafischen Industrie. Vier der zehn wichtigsten Exportbranchen erzielten ein Absatzplus: die Uhrenindustrie, die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, die Chemische Industrie und Präzisionsinstrumente.

Von Januar bis November stiegen die Exporte nominal um 2,3 Prozent auf 181,9 Milliarden Franken (real: +9,7 Prozent), die Importe aber lediglich um 0,3 Prozent auf 160,1 Milliarden Franken (real: +2,8 Prozent). Somit ergibt sich ein Aktivsaldo in der Handelsbilanz von 21,8 Milliarden, entsprechend einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 19,5 Prozent.

(tno/rcv/awp)