Nach einem verhaltenen Juli haben die Autoverkäufe in der Schweiz im August wieder stark zugelegt. Die Importeursvereinigung Auto-Schweiz verzeichnete gegenüber dem Vorjahresmonat eine Zunahme der Neuwagenzulassungen um 9,1 Prozent.

21'963 Neuwagen wurden im vergangenen Monat immatrikuliert. Seit Anfang Jahr stieg die Zahl um 6,2 Prozent auf 206'259 Neuwagen. Die beliebteste Marke Volkswagen konnte um 23,9 Prozent zulegen. Von den bedeutenden Marken legte Hyundai mit +56,7 Prozent am stärksten zu, Honda (-27,2 Prozent), Fiat (-16,8 Prozent) und Subaru (-11,6 Prozent) verloren dagegen deutlich.

In diesen Zahlen nicht berücksichtigt sind allerdings Direkt-Importe, welche nicht über die offiziellen Markenvertreter erfolgen. Doch die sind nicht unerheblich. Wie die «Handelszeitung» berichtete, sind die Neuwagen-Käufe am offiziellen Importeur vorbei von Januar bis Juli sprunghaft angestiegen. So wurden in diesem Zeitraum 11327 Personenwagen direkt eingeführt – weit mehr als doppelt so viele wie in der Vorjahresperiode.

Laut Auto-Schweiz haben die Markenimporteure jedoch auf die Frankenstärke mit Preissenkungen, Zusatzausstattungen und sonstigen Mehrwertangeboten reagiert. Deshalb dürften auch die Käufe im Ausland bald der Vergangenheit angehören, gibt sich der Verband im Communiqué vom Dienstag zuversichtlich.

Auto-Schweiz erwartet einen guten «Autoherbst». Trotz Schuldenkrise und internationalen Konjunkturunsicherheiten sei die Konsumentenstimmung in der Schweiz noch intakt. Die Leute gingen zwar vorsichtig um mit ihrem Geld, seien jedoch immer noch kauffreudig.

(tno/laf/awp)