Bereits am Donnerstag zum New Yorker Börsenschluss müssen die Daten beim Justizministerium der USA und der US-Steuerbehörde eingetroffen sein.
Das geht aus Dokumenten hervor, die bei Banken zirkulieren, wie die «Handelszeitung» berichtet.

Die USA verlangen insbesondere nähere Angaben über die Anzahl von Kunden, die mutmasslich Steuerbetrug oder Steuerhinterziehung begingen. So müssen die Banken offenlegen, in welchem Ausmass US-Kunden Off-shore-Finanzvehikel etwa auf den British Virgin Islands genutzt haben.

Die Amerikaner interessiert auch, wie viele US-Kunden das Steuerformular W-9 nicht unterschrieben haben und die Anzahl Kunden, die US-Aktien in ihren Portfolios hielten. Abgefragt werden Verhaltensmuster, die zur Verletzung des QI-Abkommens führten. Der Vertrag regelt die Deklaration und Besteuerung von US-Bürgern durch ausländische Banken.

Zu den zehn unter Druck stehenden Banken gehören unter anderem Credit Suisse, Julius Bär, Wegelin und die Basler Kantonalbank. Eine Kopie der an die USA gelieferten Daten müssen die Institute ebenfalls bis am Donnerstag um 14 Uhr an das federführende Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen (SIF) in Bern abgeliefert haben.

Für CreditSuisse war die Frist bereits am 19. September abgelaufen. Vorwärts macht auch die Bankenaufsicht Finma. Sie will wissen, welche juristischen Risiken die betroffenen Banken in den USA eingegangen sind. Sie hat diese deshalb aufgefordert, über ihr US-Geschäft Rechenschaft abzulegen. Die Finma prüft, ob Schweizer Rechtverletzt worden ist.

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(rcv)