Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz etwas mehr Arbeitsstunden geleistet als im Vorjahr. Die Zunahme von 0,4 Prozent auf 7,738 Milliarden Arbeitsstunden geht aber vor allem auf die Zunahme der Arbeitsstellen (+1,5 Prozent) zurück.

Die tatsächliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitsstelle reduzierte sich hingegen um 1 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.

Ein Rückgang war laut BFS sowohl bei der tatsächlich geleisteten wöchentlichen Arbeitszeit pro Arbeitsstelle (-0,8 Prozent) als auch bei der durchschnittlichen Anzahl Normalarbeitswochen pro Arbeitsstelle (-0,3 Prozent von 46,7 auf 46,5 Wochen) festzustellen. 2012 fielen mehrere Feiertage auf einen Arbeitstag.

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Deutlicher Vorsprung für Spitzenreiter

Am meisten gearbeitet haben bei den Vollzeitarbeitern die Mitarbeiter im Primärsektor Land- und Forstwirtschaft, und zwar 45 Stunden und 23 Minuten im Jahr 2012. Danach folgen die Branchen Kredit- und Versicherungsgewerbe (42 Stunden und 36 Minuten), Gastgewerbe (42 Stunden und 13 Minuten) und Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (42 Stunden und 8 Minuten).

Die Quote der Absenzen wegen Krankheit oder Unfall belief sich auf 2,8 Prozent. Am wenigsten sind die Mitarbeiter ausgefallen, die freiberuflich oder für wissenschaftliche und technische Dienstleistungen arbeiten (1,7 Prozent). Im Baugewerbe hingegen war die Quote mit 3,3 Prozent am höchsten.

Weniger Absenzen und mehr Überstunden

Zwischen 2007 und 2012 blieb die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden in etwa stabil. Auch die Absenzen mit einem Rückgang um 1 Minute auf 1 Stunde 34 Minuten und die Überstunden mit einem Anstieg um 2 Minuten auf 1 Stunde 11 Minuten haben sich in diesem Zeitraum nur minim verändert.

Diese zwei Komponenten haben die leichte Abnahme der vertraglich festgelegten wöchentlichen Arbeitszeit (-2 Minuten auf 41 Stunden und 47 Minuten) kompensiert.

Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hat ausserdem die Anzahl Ferienwochen der Vollzeitarbeitnehmenden zwischen 2007 und 2012 von 4,9 auf 5,0 Wochen pro Jahr leicht zugenommen, womit sich die seit 15 Jahren beobachtete steigende Tendenz fortsetzt (1996: 4,6 Wochen).

(vst/rcv/sda)