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Bilaterale bringen jedem Schweizer 4400 Franken

Schweizerflagge am Säntis: Economiesuisse sieht Bilaterale als «Erfolgsgeschichte». Keystone

Eine Studie von Economiesuisse errechnet einen hohen Nutzen der Bilateralen für die Schweiz. Nach einer «konservativen Schätzung» wäre das BIP pro Kopf um 5,7 Prozent tiefer, so die Autoren.

Veröffentlicht am 15.03.2016

Die bilateralen Abkommen mit der EU beeinflussen das Wachstum der Schweiz gemäss dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse stärker als bisher angenommen. Seit der Einführung der Bilateralen sei die Schweizer Wirtschaft auch pro Kopf schneller gewachsen als in den vorangehenden Jahren, heisst es in einer am Dienstag publizierten Studie des Verbands. Der Blick auf die «Erfolgsgeschichte» der Bilateralen sei allerdings durch die Finanzkrise und die Frankenstärke verdeckt worden.

Ohne den Wachstumseffekt der bilateralen Verträge würde sich das Schweizer BIP pro Kopf gemäss den Studienautoren «selbst nach einer konservativen Schätzung» auf einem um 5,7 Prozent tieferen Niveau bewegen. «Damit hätte der durchschnittliche Einwohner der Schweiz jedes Jahr rund 4400 Franken weniger zur Verfügung.»

SVP behauptet das Gegenteil

Das durch die bilateralen Verträge ausgelöste Mehrwachstum habe auch entscheidend dazu beigetragen, dass das Pro-Kopf-Wachstum der Schweiz der schwachen Entwicklung im aussenwirtschaftlichen Umfeld seit 2008 - insbesondere im Euroraum - ziemlich erfolgreich habe trotzen können.

Die bilateralen Verträge mit der EU stehen im Umfeld der Debatte um die Personenfreizügigkeit mit der EU immer wieder in der Kritik. Skeptiker - zuletzt etwa im Februar eine Studie der SVP-nahen Weltwoche - argumentieren immer wieder dahingehend, dass der Nutzen der Bilateralen gemessen an der Wirtschaftsleistung pro Kopf nur gering sei.

(awp/gku)

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