Sachbearbeiter, Personaler und kaufmännische Assistenten können sich laut einer Studie 2016 auf eine Lohnerhöhung freuen. Auch Mitarbeitern im Finanz- und Rechnungswesen winkt mehr Lohn - allerdings entwickeln sich die Gehälter je nach Aufgabe und Berufserfahrung unterschiedlich.

40 von 100 befragten Personalchefs gehen davon aus, dass die Saläre von bestehenden Mitarbeitern um durchschnittlich fast 6 Prozent steigen werden, wie die am Mittwoch veröffentlichte Salärübersicht für 2016 des Personaldienstleisters Robert Half zeigt.

Junge Führungskräfte gefragt

Beispielsweise sollen Sachbearbeiter im Kundendienst je nach Berufserfahrung zwischen 3,8 und 5,1 Prozent mehr Lohn erhalten. Ein Sachbearbeiter mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung würde damit jährlich zwischen 75'000 und 88'750 Franken brutto ohne Boni und Zusatzleistungen verdienen.

Grosse Unterschiede in der Lohnentwicklung gibt es der Studie zufolge bei Mitarbeitern im Finanz- und Rechnungswesen. So sind etwa junge Führungskräfte gefragt: Die Löhne von Finanzchefs mit bis zu zwei Jahren Erfahrung steigen nächstes Jahr laut der Gehaltsübersicht um durchschnittlich 3 Prozent auf 181'750 bis 208'000 Franken.

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Erfahrenere Finanzchefs hingegen müssen zurückstecken. Die Brutto-Jahreslöhne von Finanzchefs mit über sechs Jahren Erfahrung geben um 4 Prozent nach und bewegen sich 2016 zwischen 263'000 und 328'750 Franken.

Uneinheitliches Bild bei Fachleuten

Auch bei den Fachkräften zeigt sich kein einheitliches Bild. Einerseits sind neue Buchhalter und Controller gefragt. Bei Neueinstellungen setzen Finanzchefs deshalb vermehrt auf höhere Gehälter, aber auch höhere Boni und mehr Zusatzleistungen. Beim bestehenden Personal erwarten hingegen 62 von 100 Finanzchefs keine steigende Entlöhnung im kommenden Jahr. In der Buchhaltung etwa steigen die Löhne durchschnittlich nur zwischen 0,1 und 1,0 Prozent.

In vielen Branchen, die stark vom Frankenschock betroffen sind, dürften die Löhne im kommenden Jahr jedoch kaum steigen. Vor allem im Tourismus und im verarbeitenden Gewerbe drohen 2016 Nullrunden, sagte UBS-Ökonom Dominik Studer im Interview mit handelszeitung.ch.

(sda/moh/gku)