1. Home
  2. Konjunktur
  3. Calmy-Rey: Keine Kundendaten an die USA geliefert

Calmy-Rey: Keine Kundendaten an die USA geliefert

Im Visier der USA: die Credit Suisse, hier in New York (Bild: Keystone)

Hat die Schweiz im Steuerstreit nachgegeben und Bankenkundendaten an die USA übergeben? Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey bestreitet das. Zu statistischen Daten über Beziehungen von Schweizer Bank

Veröffentlicht am 07.09.2011

Die Schweiz hat im Steuerstreit mit den USA laut Angaben von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey keine Bankkundendaten an die USA geliefert. Dies erklärte die Aussenministerin im Anschluss an die heutige Bundesratssitzung.

Sie trat damit Gerüchten entgegen, wonach die Schweiz wegen eines Ultimatums der USA kurz davor stehe, wie im Jahr 2009 im Fall der UBS, erneut Bankkundendaten von mutmasslichen Steuersündern an die USA weiterzugeben oder dies schon getan habe.

Die Schweiz könne Amtshilfe nur im Rahmen der heutigen Gesetze leisten, sagte Calmy-Rey. Kundendaten seien keine an die USA geliefert worden. Nicht geschützt seien statistische Daten über Beziehungen von Schweizer Banken mit US-Kunden.

In diesem Zusammenhang wollte sie aber weder bestätigen noch dementieren, dass - wie von diversen Medien vermeldet - solche statistische Daten den USA ausgehändigt worden seien.

(tno/vst/sda)

Anzeige