Die Ökonomen der Credit Suisse haben ihre Konjunkturprognose fürs Jahr 2012 etwas gesenkt. Trotz der gegenwärtigen Turbulenzen auf den Finanzmärkten und der Angst über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft rechnen sie in der Schweiz aber weiterhin mit einem Wachstum von 2 Prozent.

Fürs laufende Jahr gehen die CS-Experten wie bisher von einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,9 Prozent aus. In dieser Prognose ist die erwartete Verlangsamung des Wachstums laut Communiqué bereits berücksichtigt.

Die Prognose für 2012 basiere auf wieder stärkeren Impulsen aus den Exportmärkten - die CS geht nicht von einem Abgleiten der Weltwirtschaft in eine Rezession aus - und einer weiterhin stützenden Binnenwirtschaft. «Allen Unkenrufen zum Trotz scheint die Frankenstärke zwar schmerzhaft, aber verkraftbar zu sein», heisst es in der Mitteilung der CS wörtlich.

Bakbasel rechnet mit Wachstum unter 1 Prozent

Weitaus negativer beurteilt werden die Aussichten der Schweizer Wirtschaft vom Konjunkturforschungsinstitut Bakbasel. Dieses rechnet in seiner Prognose fürs Jahr 2012 mit einem Wachstum von nur 0,8 Prozent.

Grund dafür sei der starke Franken und eine mit der Verlangsamung der Weltkonjunktur verbundene Nachfrageminderung aus dem Ausland. Im Juni waren die Konjunkturauguren aus Basel noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent für 2012 ausgegangen.

Die Mitteilungen von CS und Bakbasel wurden veröffentlicht, bevor die SNB heute eine Euro-Franken-Mindestkurs hat.

(tno/sda)

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