Der frostige Februar und der frühe Kälteeinbruch im Herbst nahmen der schweizerischen Bauwirtschaft Geschäft weg. Im Bauhauptgewerbe seien die Kapazitäten zu knapp, um solche Ausfälle im restlichen Jahr zu kompensieren, schrieb der Schweizerische Baumeisterverband in einer Medienmitteilung.

Die Umsätze sanken 2012 um 3,9 Prozent auf 18,9 Milliarden Franken. Die Branche verzeichnete auch einen Nachfragerückgang. Mit 0,8 Prozent falle dieser aber gering aus, hiess es.

Einen kurz auflebenden Bauboom wegen der Zweitwohnungsinitiative verzeichnet die Branche hingegen nicht. In den Ferienkantonen Wallis, Graubünden und Tessin sind die Auftragseingänge gesunken, im Berner Oberland nur leicht gestiegen. Der Baumeisterverband sieht den Grund dafür in einer Flut von Einsprachen der Initianten der Zweitwohnungsinitiative in den Alpen.

Auch Tiefbau im Gesamtjahr im Minus

Im vierten Quartal beliefen sich die Umsätze auf 5,1 Milliarden Franken, was einem Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Das Geschäft im Wohnungsbau ging im vierten Quartal um 9,6 Prozent zurück und im Gesamtjahr resultierte ein Minus von 3,5 Prozent.

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Im Tiefbau lag das Wachstum bei 4,4 Prozent für das vierte Quartal, über das gesamte Jahr erodierten die Erlöse aber um 4,9 Prozent.

(se/tno/sda/awp)