Trotz Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Konjunktur haben sich in der Schweiz die Konsumenten 2012 kauffreudig gezeigt. Das Konjunktur- und Marktforschungsinstitut Bakbasel hat ausgerechnet, dass die Nachfrage im Detailhandel letztes Jahr um rund 3 Prozent gestiegen ist.

Da gleichzeitig aber auch die Preise gesunken sind, floss nicht viel mehr in die Kassen des Schweizer Detailhandels. Dessen Umsätze sind 2012 nominal gerade einmal um 0,6 Prozent gestiegen, wie Bakbasel mitteilte. Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht seine Detailhandelszahlen erst am Freitag.

Das Preisniveau ist 2012 insbesondere bei Nicht-Lebensmittel stark gesunken. Laut Bakbasel sind die Preise in den Läden und Supermärkten insgesamt um 2,5 Prozent und damit unter das Niveau von 1992 gefallen. Ein Vergleich der Preise im Detailhandel mit dem Verlauf der allgemeinen Teuerung zeige, dass Waren in der Schweiz relativ zu den Dienstleistungen seit 1990 deutlich günstiger geworden seien, so Bakbasel.

Im laufenden Jahr erwartet das Basler Forschungsinstitut weiter sinkende Preise und eine flachere Nachfragesteigerung als im Vorjahr. Nominal soll dies 2013 zu einem Anstieg des Detailhandelsumsatzes um 1 Prozent führen.

(muv/chb/sda)

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