Der Wert der Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist im September erneut etwas angestiegen. Per Ende des Berichtsmonats lag er bei 462,2 Milliarden Franken, Ende August waren es noch 453,9 Millarden gewesen. Das entspricht einem Plus von rund 1,8 Prozent. Der Gesamtbestand der Reserven (exklusive Gold) erreichte 468,7 Milliarden nach 460,4 Milliarden im Vormonat, wie die Währungshüter am Dienstag auf ihrer Internetseite mitteilten.

Wie ein Sprecher der SNB bestätigte, musste die Nationalbank im September nicht am Markt intervenieren, um die Eurogrenze zum Franken zu verteidigen. «Die Wechselkurseffekte trugen im September deutlich zum Anstieg bei», sagte Roland Kläger, Ökonom bei Raiffeisen Schweiz. «Über ein Viertel der Devisenreserven sind in Dollar angelegt – bei einer Aufwertung des Dollar zum Franken um über vier Prozent im September ist ein bedeutender Teil des Reservenanstiegs dem Dollar zuzurechnen.»

Dollar wird attraktiver

In der grössten Volkswirtschaft der Welt deutet sich allmählich die Wende in der Geldpolitik an: So dürfte die amerikanische Zentralbank Fed die monatlichen Anleihekäufe in diesem Oktober einstellen. Eine entsprechende Erklärung wird an der nächsten Sitzung am 29. Oktober erwartet.

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Die erste Anhebung des Leitzinses erwarten viele Experten im Frühjahr kommenden Jahres. Höhere US-Zinsen machen Investitionen in Dollar attraktiver: Deshalb dürfte der Wert des Greenback in den vergangenen Wochen gestiegen sein.

Die heute veröffentlichten Daten der SNB wurden gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten (Special Data Dissemination Standard, SDDS) des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt.

(mit Material von awp)