Das Rad der Globalisierung dreht sich rasant. Neue Wachstumsstars tauchen auf, so manchem, lange gefeierten Hoffnungsträger hingegen geht die Luft aus. Für die Schweizer Wirtschaft ist es besonders wichtig, die Dynamiken der Weltwirtschaft zu kennen – kommt das Gros des Wohlstands doch aus dem Export.

Der französische Kreditversicherer Euler Hermes hat nun ein weltweites Cluster erstellt für jene Länder, in die es sich zu exportieren lohnt. Und jene Volkswirtschaften gelistet, wo man vorsichtig sein sollte – etwa weil das Kreditrisiko vergleichsweise hoch ist und das Importwachstum in diesem und kommenden Jahr schwach ausfallen dürfte.

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Vorsicht vor Russland, Ukraine, Venezuela und Argentinien

Als «Junk Food» erklärt das Team um Euler-Hermes-Chefökonom Ludovic Subran etwa Russland und die Ukraine. Grosse Vorsicht ist demnach auch in Teilen Lateinamerikas geboten, vor allem bei den Sorgenländern Venezuela und Argentinien. Doch auch südamerikanische Länder können für Schweizer Exporteure höchst attraktiv sein – die Experten des Kreditversicherers nennen etwa Kolumbien, aber auch Uruguay als «Delikatessen»-Länder.

Für Subran ist klar, dass Schweizer Firmen angesichts der Wachstumsschwäche in der Euro-Zone gut daran tun, neue Märkte zu erschliessen. Weil der Dollar zum Franken kaum abgewertet hat, bietet es sich an, «in Regionen zu exportieren, wo mit Dollar gezahlt wird oder die lokalen Währungen an den Dollar gebunden sind – etwa in Südostasien oder in den arabischen Ländern», so der Experte kürzlich im Interview.

In der Bildergalerie oben finden Sie insgesamt 15 Länder, die als Export-Leckerbissen gelten – weil dort die Importe 2015/16 um real über 4.5 Prozent wachsen und das Kreditrisiko in diesen Ländern als gering gilt.