Nicht weniger als 653 Franken pro Monat zahlte 2009 jeder Einwohner der Schweiz für die Gesundheit - insgesamt 61 Milliarden Franken. Die Gesundheitskosten beliefen sich damit gemäss Bundeamt für Statistik auf 11,4 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) - so viel wie noch nie zuvor.

Der Schweiz kommt somit die zweifelhafte Ehre zu, über das zweitteuerste Gesundheitswesen der Welt zu verfügen. Lediglich die USA gaben mit 16 Prozent des BIP mehr für ihre Gesundheit aus. Die Qualität folgt indes nicht zwingend den Kosten: In der im Jahr 2000 erstellten Rangliste der Weltgesundheitsorganisation landete die Schweiz auf Platz 20, die USA auf Platz 37.

Von den 653 Franken, die jeder Schweizer Einwohner pro Monat für die Gesundheit zahlt, können nur 229 Franken durch Leistungen aus der obligatorischen Krankenversicherung gedeckt werden. Die Zusatzversicherungen steuerten 58 Franken bei und AHV, IV und Unfallversicherungen 37 Franken. Von der öffentlichen Hand kamen 123 Franken und privatrechtliche Stiftungen trugen 6 Franken bei.

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Übrig bleiben 200 Franken. Diese zahlten die Schweizer Haushalte aus eigener Tasche, wie aus dem Bericht des Bundesamts für Statistik hervorgeht.

In fast allen Leistungskategorien sind die Gesundheitskosten gestiegen. Am stärksten nahmen die Kosten bei der ambulanten Behandlung in Spitälern zu. In dieser Leistungskategorie wurden 6,3 Prozent mehr ausgegeben. Der Verkauf von Gesundheitsgütern wie Medikamenten und die Langzeitpflege in Heimen wurden 5,1 Prozent teurer, die stationäre Akutbehandlung in Krankenhäusern 4,4 Prozent.

Für diese vier Bereiche zusammen wurden 36,1 Milliarden Franken ausgegeben - knapp 60 Prozent der gesamten Gesundheitskosten. Finanziert wurden diese vor allem von der Grundversicherung, die über ein Drittel der Kosten trug, und den privaten Haushalten, auf die knapp ein Drittel entfiel.

(kgh/cms/sda)