Die Schweizer Arbeitskräfte arbeiten immer mehr Teilzeit. Die Zahl der in der Schweiz wohnhaften Erwerbstätigen, die so arbeiten, ist im zweiten Quartal innert Jahresfrist um 7,5 Prozent auf 1,656 Millionen gestiegen. Vor allem Männer haben diese Steigerung möglich gemacht.

In den letzten drei Monaten ist im Vergleich zum Vorjahresquartal die Anzahl erwerbstätigen Männer, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, um satte 16,5 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank die Zahl Vollzeitbeschäftigter um 1,4 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.

Allerdings ist die Zahl teilzeitbeschäftigter Männer mit insgesamt mit 401'000 im Vergleich zu 2,024 Millionen Vollzeitarbeitenden weiterhin deutlich kleiner.

Anders sieht dies bei den Frauen aus. Von insgesamt 2,094 Millionen erwerbstätigen Frauen arbeiten 1,25 Millionen Teilzeit und 839'000 Vollzeit. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 hat sich die Zahl teilzeiterwerbstätiger Frauen um 4,9 Prozent erhöht.

Viele würden gerne mehr arbeiten

Allerdings ist diese Steigerung nicht ausschliesslich auf Freiwilligkeit zurückzuführen. Wie den Zahlen des BFS zu entnehmen ist, befinden sich unter den insgesamt 1,656 Millionen Teilzeitarbeiterinnen und -arbeiter 307'000 Unterbeschäftigte. Diese Personen möchten also mehr arbeiten und sind kurzfristig verfügbar. Im zweiten Quartal 2014 betrug die Unterbeschäftigungsquote gemäss BFS 6,5 Prozent und lag damit höher als Vorjahresquartal mit 6,1 Prozent.

Dennoch wird aufgrund der Zahlen der Trend hin zu mehr Teilzeitarbeit ersichtlich. Während von der ständigen Wohnbevölkerung im Jahr 1991 rund 7,7 Prozent der Männer Teilzeit arbeiteten, waren es im Jahr 2000 bereits 13,7 Prozent. Im zweiten Quartal 2014 lag der prozentuale Anteil teilzeitbeschäftigter Männer bereits bei 16,5 Prozent.

Insgesamt hat sich die Zahl Teilzeitbeschäftigter in der Schweiz von 25 Prozent im Jahr 1991 bis 36 Prozent in diesem Jahr hochgeschraubt. Betrachtet wurde jeweils das zweite Quartal des entsprechenden Jahres. Als Teilzeit gelten Beschäftigungsgrade unter 90 Prozent.

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(sda/vst/ama)