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Die Schweizer Konkurrenz im Steuerwettbewerb

Die Schweiz spielt im europäischen Steuerwettbewerb ganz vorne mit: Zu den Standorten mit den tiefsten Unternehmenssteuern gehören mehrere Schweizer Kantone. Einer davon hat sogar Irland unterboten.

Veröffentlicht am 07.04.2017

Die Schweiz ist im Steuerwettbewerb unter Druck. Die Kantone dürfen ausländischen Konzernen nicht mehr länger einen tieferen Steuersatz als den einheimischen Unternehmen gewähren – die Schweiz muss die Praxis aufgeben, weil EU und OECD sie nicht mehr tolerieren.

Doch auch mit ihren regulären Tarifen gehören mehrere Schweizer Kantone weiterhin zu den günstigsten Steuerstandorten für Unternehmen, wie eine Studie des Beratungsunternehmens KPMG zeigt. Vor allem in der Innerschweiz bezahlen Unternehmen sehr tiefe Steuern (siehe Bildergallerie).

Die Steuern dürften sinken

Im Rahmen der Unternehmenssteuerreform III wollten verschiedene Kantone ihre Unternehmenssteuern senken. Nun hat das Stimmvolk die Reform im Februar abgelehnt. Doch Steuersenkungen sind weiterhin absehbar.

Kantone wie Genf, die Waadt oder Basel-Stadt wollen dadurch einen Exodus von Auslandsfirmen verhindern. Denn dort hat es heute besonders viele ausländische Unternehmen, die von einem Steuerrabatt profitieren. Wenn sie künftig zum normalen, höheren Tarif besteuert würden, könnten sie ihren Sitz verlegen.

(mbü)

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