Die Nationalbank erhöht die Sichtguthaben der Banken um 40 Milliarden. Reicht das aus im Kampf gegen den starken Franken?

Constantin Bolz: Letzte Woche hat die SNB schon interveniert und den Euro-Franken-Kurs damit zumindest kurzzeitig von 1,08 auf 1,10 hochgezogen. Die Massnahme heute hat bisher nur zu minütlichen Auf und Abs geführt, am generellen Trend jedoch nichts geändert. Die Märkte sehen die Reaktion als nicht ausreichend an.

Was muss die SNB jetzt tun?

Die einzige Möglichkeit ist eine direkte Intervention. Die SNB muss in den nächsten Tagen einen klaren Target-Kurs benennen und diesen verteidigen. Dazu sind Devisenankäufe notwendig, die Nationalbank muss Franken drucken.

Und wie steht es um das Inflationsrisiko?

Im Moment haben wir eine Deflation. Ausserdem kommt der grösste Teil der Nachfrage aus dem Ausland. Dahin würde dann auch das Geld gehen und die Inflation im Inland gering halten.

(cms)