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Einkaufstourismus: Migros rechnet mit massivem Stellenabbau

Mikros ist der Ansicht, dass Aldi und Lidl eine Gefahr für den Schweizer Arbeitsmarkt ist. (Bild: Keystone)

Die Migros schiesst einmal mehr scharf: Sollten Konsumenten weiterhin so oft im grenznahen Ausland einkaufen, rechnet der orange Riese damit, dass Schweizer Detailhändler Tausende von Jobs streichen m

Veröffentlicht am 29.11.2012

Der Schweizer Detailhandel hat schon bessere Zeiten erlebt - zumindest, wenn es um die Umsätze und Margen geht. So zwingt der Einkaufstourismus Migros und Coop dazu, die Preise ebenfalls massiv zu senken.

Dieser Trend ist besonders dem Migros-Chef Herbert Bolliger schon seit längerer Zeit ein Dorn im Auge. Deshalb prophezeite er in der Vergangenheit mehrfach einen Stellenabbau im Schweizer Detailhandel, sollten die Konsumenten weiterhin im grenznahen Ausland einkaufen.

Wie viele Jobs in Gefahr seien, wollte Bolliger jedoch nie sagen - bis jetzt: Der orange Riese geht laut «Blick» davon aus, dass zwischen 18'500 bis 21'500 Arbeitsplätze verloren gehen, sollten die Umsätze weiterhin so stark sinken. 

Diese Prognose wird von Hans-Ulrich Bigler weitgehend geteilt. «KMU im Lebensmitteldetailhandel sind sehr stark vom Einkaufstourismus betroffen», sagt der Direktor des Gewerbeverbandes gegenüber «Blick». Deshalb fordert der Unternehmer und Politiker den Bundesrat dazu auf, das in den vergangenen Wochen lancierten Online-Preisvergleich umgehend einzustellen.

Der Konsumentenschutz will davon aber nichts wissen. Der Einkaufstourismus könne laut den Konsumentenschützern nur gestoppt werden, wenn die Händler Importprodukte nicht mehr mit Preisdifferenzen von 30, 50 oder mehr Prozent zum angrenzenden Ausland anbieten.

(muv/vst)

 

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