Die Sprengung des 2000-Kubikmeter-Felsstücks wurde mit rund 300 Kilogramm Sprengstoff ausgelöst, den Experten in 25 Löchern im Fels angebracht hatten.

Unmittelbar nach der Sprengung beurteilten Geologen ein erstes Mal die Lage im Felssturzgebiet vom Helikopter aus. Die Felspartie sei so angebrochen, wie geplant, sagte ein Geologe der SBB vor Ort. Nach dem Kontrollflug gaben sie auch die gesperrte Autobahn A2 und die Kantonsstrasse wieder für den Verkehr frei.

Bevor die umfangreichen Aufräum- und Reparaturarbeiten beginnen können, müssen Geologen den Hang erneut inspizieren. Erst wenn sie das Absturzgebiet als sicher freigeben, können die Arbeiten starten.

Die SBB geht davon aus, dass die Gotthard-Bahnlinie am Montag, 2. Juli, wieder in Betrieb genommen werden kann. Sehr stark beeinträchtigt von der Sperrung der Transitroute ist der Güterverkehr.

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Bahnreisende aus den Räumen Basel, Olten, Aarau und Bern empfehlen die SBB die Lötschberg-Simplon-Achse. Reisende aus Zürich und Luzern steigen zwischen Flüelen und Erstfeld auf Ersatzbusse um.

(chb/laf/sda)