Die Erholung von der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr zeigt sich in der Zahlungsbilanz 2010. Der Ertragsbilanzüberschuss der Schweiz stieg um 25 Milliarden auf 86 Milliarden Franken. Dies entsprach 16 Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Bestimmend für den Anstieg seien die Nettoerträge aus den Direktinvestitionen gewesen, teilte die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit. Während die verbesserte Ertragslage der Tochterunternehmen im Ausland zu höheren Einnahmen aus Direktinvestitionen geführt habe, seien die entsprechenden Ausgaben - das heisst die Erträge auf ausländischen Direktinvestitionen in der Schweiz - zurückgegangen.

Der Aussenhandel habe sich vom Einbruch des Vorjahres erholt. Im Warenhandel stiegen die Einnahmen aus den Exporten trotz des starken Frankens um seiben Prozent auf 193,5 Milliarden Franken. Ein Jahr zuvor hatten sie das grösste Export-Minus erlitten, seit 1947 erstmals eine Ertragsbilanz für die Schweiz erstellt wurde.

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Die Exporte der Metallindustrie, die im Vorjahr besonders stark eingebrochen waren, erholten sich am deutlichsten (+21 Prozent). Die Ausgaben für Importe wuchsen mit neun Prozent auf 174 Milliarden Franken stärker als die Einnahmen aus den Exporten.

(tno/laf/sda)