Die Zahl der Firmenkonkurse ist im ersten Quartal 2012 um zehn Prozent auf 1739 gestiegen und hat damit eine neue Rekordmarke erreicht. Mit 576 Firmenkonkursen wurde im März laut Creditreform ein deutlicher Anstieg verzeichnet - das ist eine Zunahme von 28 Prozent.

Nach Ansicht des Gläubigerverbandes und Wirtschaftsauskunftsdienstes bestehe jedoch kein Grund zu Panik, da die Zunahme vor allem zu Lasten der Publikationen nach Artikel 731b des Obligationenrechts gehe. Die Schweizerische Wirtschaft trotze weiterhin erfolgreich den teils widrigen Rahmenbedingungen, so die Einschätzung.

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Neue Firmen schiessen aus dem Boden

Auch die Neueintragungen von Unternehmen sind in den ersten drei Monaten ungebrochen hoch ausgefallen, so der Verband. Bereits über 10'000 neue Firmen wurden im Handelsregister eingetragen. Damit dürfte nach Ansicht des Gläubigerverbandes und Wirtschaftsauskunftsdienstes im laufenden Jahr die Marke von 40'000 Neuanmeldungen definitiv durchbrochen werden.

Der Gläubigerverband geht desweiteren davon aus, dass es bei den Löschungen eine weitere Zunahme geben wird. Hier dürfte die Grenze von 30'000 bis Ende Jahr überschritten werden. In den Ersten drei Monaten stieg dieser Wert um 6,8 Prozent auf 7'650. Im März wurden mit 2'542 Firmen jedoch 8,8 Prozent weniger als im Vorjahr aus den Handelsregistern gelöscht. Das Nettowachstum ging von Januar bis März um 21 Prozent auf 2'415 Firmen zurück.

Bei den Privatpersonen wurde im Drei-Monatszeitraum ein Anstieg der Konkurse um 25 Prozent auf 1'705 verzeichnet und auch im März lag der Wert um 30 Prozent über dem Vorjahreswert. Der grösste Teil der Privatkonkurse betreffe ausgeschlagene Verlassenschaften. Bei der regionalen Verteilung der Konkurse würden die weiter hohen Werte in Genf sowie im Tessin herausstehen.

(muv/chb/awp)