Starke Schneefälle haben am Donnerstag vielerorts zu Verkehrsbehinderungen geführt. In Sattel SZ wurde eine Frau bei einem Unfall mittelschwer verletzt.

Die 44-jährige Autofahrerin war von Steinen in Richtung Sattel unterwegs und verlor beim schneebedeckten Bahnübergang die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Sie geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem korrekt entgegenkommenden Wagen.

Die Frau musste ins Spital gebracht werden, wie die Schwyzer Kantonspolizei mitteilte. Der 19-jährige Mann im anderen Auto blieb unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Im Kanton Schwyz kam es am Vormittag zu mehreren weiteren Unfällen.

Bei einem Selbstunfall in Uesslingen TG verletzte sich eine 27-jährige Autofahrerin. Sie kam mit ihrem Auto von der mit Schneematsch bedeckten Strasse ab und krachte in einen Baum. Die Frau musste mit der Ambulanz ins Spital gefahren werden, wie die Polizei mitteilte.

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden ereigneten sich auf schneebedeckten Strassen fünf Unfälle mit Blechschaden. Auch im Kanton Bern knallte es mehrmals. Allein im Berner Jura zählte die Kantonspolizei fünf Unfälle. Verletzt wurde niemand.

Flugausfälle und Stromunterbrüche

Auch der Flugverkehr war vom Wintereinbruch betroffen. Am Flughafen Zürich fielen 21 Flüge aus, davon 20 der Fluggesellschaft Swiss, wie ein Flughafensprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

In mehreren Regionen der Schweiz fiel am Donnerstag der Strom aus. Im Gebiet von Schwarzenburg BE gingen um 10.40 Uhr die Lichter aus, wie der Energiekonzern BKW mitteilte. Im Berner Jura gab es ebenfalls mehrere Unterbrüche. Die BKW geht davon aus, dass gegen Abend die Stromversorgung wieder vollumfänglich sichergestellt ist.

Nassschnee auf Freileitungen haben am Donnerstagmorgen auch im Kanton St. Gallen und den beiden Appenzell zu mehreren Stromunterbrüchen geführt. Einzelne Stromkunden im Toggenburg, Fürstenland, Appenzellerland und im Linthgebiet waren mehrere Stunden ohne Strom.

Am meisten Stromkunden waren in den Ausserrhoder Ortschaften Lustmühle und Stein betroffen, wie die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) am Donnerstagnachmittag mitteilten. 64 Bezüger waren während etwas mehr als einer Stunde ohne Strom. Bei einzelnen Strombezügern der drei Kantone dauerten die Stromunterbrüche bis zu drei Stunden.

Bis zu 140 Zentimeter Neuschnee

Zu einem Stromunterbruch wegen des nassen Schnees kam es auch in Teilen der Rheintaler Gemeinde Altstätten. Die meisten Bewohner hatte nach zehn Minuten wieder Strom, andere erst nach einer guten Stunde. Ursache war ein Kurzschluss oberhalb der Transformatorenstation Kornberg/Säge, wie die Technischen Betriebe mitteilten.

Am Alpensüdhang, am Alpennordhand und am Jura herrscht teilweise erhebliche Lawinengefahr, wie es im Lawinenbulletin des Institutes für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) vom Donnerstag heisst. Seit Montag seien oberhalb von 2200 Metern über Meer bis zu 140 Zentimeter Neuschnee gefallen.

(rcv/aho/sda)

Anzeige