Für die Exportindustrie, aber auch für den Tourismus ist der starke Schweizer Franken ein Problem. Aber er hat auch sein Gutes: Er führt dazu, dass die Teuerung in der Schweiz gering bleibt. Insgesamt stiegen die Preise innert Jahresfrist um 0,6 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt.

Mit einer Jahresteuerung von unter einem Prozent steht die Schweiz im Vergleich mit den Euroländern sehr gut da. Die tiefe Inflation in der Schweiz ist vor allem eine Folge des starken Frankens, der Importgüter verbilligt.

Der Inflationsdruck bleibt im Euroraum mit 2,7 Prozent im Juni latent hoch. Die Teuerung verharrt deutlich über der kritischen Marke von zwei Prozent. Aus diesem Grund wird auch erwartet, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag den Leitzins etwas erhöht.

Der Rückgang der Teuerung gegenüber dem Vormonat sei insbesondere auf die um 2,7 Prozent günstigeren Preise für Erdölprodukte sowie erste Preissenkungen des Sommerausverkaufs im Bekleidungssektor zurückzuführen, teilte das BFS weiter mit.

Kleider und Schuhe waren in der Schweiz im Juni insgesamt 1,9 Prozent billiger zu haben als noch im Mai. Rückläufig waren auch die Preise in den weiteren Hauptgruppen Haushaltsartikel (-0,7 Prozent), Freizeit und Kultur (-0,3 Prozent), Wohnen und Energie (-0,2 Prozent) sowie Verkehr (-0,9 Prozent). Letztere profitierten von deutlich billigeren Benzin- (-3 Prozent) und Dieselpreisen (-2,6 Prozent).

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(cms/laf/sda)