Nach der Ansicht von Anklagevertreter Lienhard Ochsner hat sich Holenweger der mehrfachen Urkundenfälschung, der Gehilfenschaft zu ungetreuer Geschäftsbesorgung, der qualifizierten Geldwäscherei und der Bestechung fremder Amtsträger schuldig gemacht. Für Ochsner steht fest, dass Holenweger 80 Millionen Franken aus krimineller Herkunft gewaschen hat.

Für Ochsner, der am Donnerstag vor dem Bundesstrafgericht sein tags zuvor begonnenes Plädoyer zu Ende geführt hat, ist erwiesen, dass Holenweger mit fiktiven Rechnungen zunächst schwarze Kassen für den französischen Industriekonzern Alstom geäufnet und die Gelder dann zu Bestechungszwecken an ausländische Amtsträger weitergeleitet hat.

Zudem habe er vom verdeckten Ermittler Diemer 830'000 Euro entgegen genommen und weiter geleitet. Holenweger sei dabei vom Diemer mehrfach ausdrücklich und darauf aufmerksam gemacht worden, dass es sich um "Dope-Geld" handle.

Insgesamt habe Holenweger rund 80 Millionen Franken an Geldern krimineller Herkunft gewaschen, einen in der Schweiz in dieser Höhe bis heute selten gesehenen Betrag. Für seine Dienste habe Holenweger rund eine Million Franken kassiert.

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Hohe kriminelle Energie

Als Strafe fordert Ochsner für Holenweger eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten. Zudem sei eine unbedingte Geldstrafe zu verhängen. Dies, weil Holenweger eine hohe kriminelle Energie zu attestieren sei. Es sei erschreckend, zu welchen Taten er bereit gewesen sei, um sein Lebensziel nicht zu gefährden, Unternehmer zu werden und zu bleiben.

Strafmindernd sei zu berücksichtigen, dass das Verfahren mit fast acht Jahren eindeutig zu lange gedauert habe und ein verdeckter Ermittler eingesetzt worden sei.

(cms/rcv/sda)