Die Getreideernte fällt in diesem Jahr nicht so schlecht aus, wie die Bauern nach dem nass-kalten Frühlingswetter befürchtet hatten. Das meldete heute der die Schweizerische Branchenorganisation für Getreide Swiss Granum. Die Mengen sind aber mit Ausnahme des Raps wohl kleiner als im letzten Jahr.

«Angesichts der misslichen Verhältnisse im Frühling ist die Ernte wider Erwarten gut ausgefallen», sagte Swiss-Granum-Direktor Stephan Scheuner der Nachrichtenagentur SDA. In tiefen Lagen ist die Weizen- und Rapsernte praktisch abgeschlossen.

Weniger Gerste ausgesät

Bei Brotweizen dürfte der Ertrag mit 355'000 Tonnen rund 10 Prozent tiefer ausfallen als im letzten Jahr. Bei der Produktion von Futterweizen geht swiss granum von einem Rückgang von 8 Prozent auf 51'000 Tonnen aus. Gerste ernten die Bauern wohl rund 160'000 Tonnen - 12 Prozent weniger als 2012.

Die kleinere Getreideernte ist nicht nur auf die Witterung zurückzuführen - Gerste säten die Bauern beispielsweise heuer deutlich weniger aus. Raps dürften die Landwirte dieses Jahr rund 3 Prozent mehr ernten als 2012 - die Experten rechnen mit einem Ertrag von 71'000 Tonnen.

(tno/sda)