Nach einer kurzen Verschnaufpause sind die Giroguthaben inländischer Banken bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in der vergangenen Woche wieder um 3,05 Milliarden Franken gestiegen.

Das ist ein Hinweis darauf, dass die SNB wieder für den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken intervenieren musste. In der vorangegangenen Woche hatten die Giroguthaben nur um 238 Millionen Franken zugenommen. Das war der geringste Anstieg seit Mitte Mai gewesen; seither waren die Giroguthaben wöchentlich um 4 Mrd bis 18 Milliarden Franken angeschwollen.

In der abgelaufenen Woche erreichten die Giroguthaben rekordhohe 280,585 Milliarden Franken. Die Giroguthaben steigen, wenn die SNB Devisen kauft, um damit den Franken schwächer zu machen, und sie den Franken-Gegenwert der jeweiligen Bank gutschreibt.

Anfang Monat hatte sich der Franken zum Euro minim abgeschwächt, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) die Bereitschaft zu Käufen von Staatsanleihen beteuerte, falls sich die jeweiligen Länder an die Sparvorlagen halten. Inzwischen notiert der Euro wieder bei 1,201 Franken und damit nahe am Mindestkurs.

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(rcv/jev/awp)