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Gute Aussichten bei den Exporten

Hafen Kleinhüningen in Basel: Der US-Absatzmarkt lässt hoffen.   Keystone

Die Ökonomen der Credit Suisse erwarten für 2015 ein langsamer wachsendes Bruttoinlandprodukt. Positiver ist der Ausblick für die exportorientierten Industriebranchen.

Veröffentlicht am 12.01.2015

Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft ist nicht breit abgestützt. Zu diesem Ergebnis kommen die Ökonomen der Credit Suisse in ihrem jüngsten Branchenmonitor. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandprodukts im laufenden Jahr insgesamt verlangsamen dürfte, wird bei den exportorientierten Industriebranchen ein stärkeres Wachstum erwartet.

Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) habe ein enttäuschendes Jahr hinter sich gebracht, schreiben die CS-Ökonomen in ihrem Branchenmonitor zum vierten Quartal 2014, der am Morgen veröffentlicht wurde. Für das laufende Jahr erwarten die Ökonomen dank der etwas stärkeren globalen Konjunkturdynamik ein leicht höheres Branchenwachstum. Insbesondere der US-Absatzmarkt dürfte positiv zu dieser Entwicklung beitragen.

Uhrenindustrie blickt nach China

Auch für die Pharma-, Lebensmittel- und die Uhrenindustrie erwartet die CS keine grundsätzlichen Veränderungen. Branchenspezifische Trends würden die allgemeine konjunkturelle Entwicklung überlagern und die Branchen befinden sich an ganz unterschiedlichen Stellen innerhalb ihres eigenen Zyklus.

Die Umsatzentwicklung der Pharmaindustrie dürfte dank neuer absatzstarker Medikamente nach einem unterdurchschnittlichen Jahr 2014 wieder an Fahrt gewinnen, so die Erwartung. Bei den Lebensmittelproduzenten wird im gesättigten Binnenmarkt ein leichtes Wachstum in Rahmen des Vorjahres erwartet. Das Umsatzwachstum der Uhrenindustrie hänge massgeblich von der durch Unsicherheiten geprägten Entwicklung im Hauptexportmarkt China/Hongkong ab, so der Bericht weiter. Die CS rechnet insgesamt mit weiterhin moderat wachsenden Exporten.

Detailhandel wenig dynamisch

Im Bau sei die Projektpipeline nach wie vor gut gefüllt und die Zinsen werden auch 2015 tief bleiben, so die Einschätzung. Die Bautätigkeit dürfte daher dieses Jahr noch einmal zulegen. Gleichzeitig dürfte das Wachstum aber aufgrund regulatorischer Massnahmen und einer leicht schwächeren Zuwanderung tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.

Der Detailhandel blieb auch gegen Ende 2014 wenig dynamisch, was unter anderem der deutlich schlechteren Konsumentenstimmung zuzuschreiben war. Zwar dürfte sich diese vom Dämpfer des 4. Quartals erholen, sich 2015 jedoch insgesamt nicht stark verbessern, schätzen die CS-Ökonomen.

Insgesamt erwarten die Credit-Suisse-Auguren ein Wachstum der Schweizer Wirtschaft 2015 von 1,6 Prozent nach 1,8 Prozent für 2014.

(awp/tno/ama)

 

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