Die Löhne sind auch 2013 erneut gestiegen: Gemäss Berechnungen des Bundesamts für Statistik (BFS) legte der Nominallohn vergangenes Jahr um durchschnittlich 0,7 Prozent zu – unter Berücksichtigung der negativen Jahresteuerung ergab sich sogar ein Reallohnplus von einem Prozent.

Die Nominallohnsteigerung fällt leicht geringer aus als in den drei vorangehenden Jahren: «Die meisten Entscheide in Bezug auf die Lohnerhöhung für 2013 wurden im Herbst 2012 gefällt», kommentiert das BFS die Zahlen, «das heisst in einer Periode, in der die Weltkonjunktur immer noch instabil war, die wirtschaftlichen Perspektiven unsicher waren und die Inflationsrate für das Jahr 2013 auf +0,5 Prozent geschätzt wurde.» Letztere lag dann effektiv bei -0,2 Prozent.

2012 resultierte ein höherer Lohnanstieg für Frauen

Auffallend in den Daten ist, dass das Lohnplus bei den Frauen mit 0,1 Prozent gegenüber den männlichen Kollegen tiefer ausfiel. 2012 war der Lohnanstieg bei den Frauen laut BFS-Daten noch um 0,2 Prozent höher als bei den Männern ausgefallen.

Den grössten Lohnanstieg verzeichnete 2013 die Gruppe der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Tätigkeiten mit nominal 2,0 Prozent. Aus statistischer Sicht ebenfalls gut erging es IT-Beruflern (+1,7 Prozent) sowie dem Fahrzeug- und Maschinenbau (+1,6 Prozent). Unterdurchschnittlich fällt die Lohnerhebung beispielsweise für die Bereiche Erziehung und Unterricht (+0,2 Prozent), Versicherungen (+0,1 Prozent) oder Grosshandel (+0,0 Prozent) aus.

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Exportbranchen zahlen höhere Löhne

«Analog zum tertiären Sektor sind die Lohnerhöhungen auch im Industriesektor sehr unterschiedlich ausgefallen», hält das BFS fest. Die höchsten Nominallohnerhöhungen wiesen drei Exportbranchen auf: Maschinenbau (+1,6 Prozent), Chemie und Pharma (+1,0 Prozent) sowie die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, Uhren und elektrischen Ausrüstungen (+1,0 Prozent).

Zuletzt waren die Löhne in der Schweiz im Jahr 2008 rückläufig: Die damalige Nominallohnerhöhung von durchschnittlich 2,0 Prozent wurde durch die Teuerung von 2,4 Prozent aufgezehrt. Zwischen 2009 und 2013 wuchsen die Löhne nominal durchschnittlich um 1,1 Prozent, real um 1,2 Prozent.

Der schweizerische Lohnindex wird durch das BFS alljährlich auf Berechnungen von rund 250'000 individuellen Angaben erstellt. Ausgeschlossen von der Datenerhebung sind der primäre Sektor sowie Lernende und Praktikanten.