Innovation spielt für den Wohlstand und das Wirtschaftswachstum der Schweiz eine Schlüsselrolle. Die besonders innovationsintensive High-Tech-Branche bildet das Rückgrat der Exporte und ist der Wachstumsleader der industriellen Entwicklung. Dies hat die BAKBasel in einer Studie festgestellt.

Anlass für die am Donnerstag veröffentlichte aktualisierte Studie der BAKBasel ist die Revision der Statistik zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung durch das Bundesamt für Statistik (BFS) vor rund einem Monat. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt dabei die geänderte Behandlung von Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Diese werden neu als Investitionen und nicht mehr als Vorleistung behandelt.

Anteil an der Industrie auf 47 Prozent gesteigert

Die Studie kommt zum Ergebnis, dass der High-Tech-Sektor zwischen den Jahren 2000 und 2012 seine reale Bruttowertschöpfung um durchschnittlich 6,3 Prozent pro Jahr steigerte und damit seinen Anteil an der gesamten Industrie von 34 auf 47 Prozent erhöhte.

Anzeige

Damit wurde die restliche Wirtschaft deutlich in den Schatten gestellt. Ohne die High-Tech-Industrie hätte das Wachstum der Schweizer Industrie laut der Studie statt stolzen 2,7 Prozent nur magere 0,1 Prozent pro Jahr betragen. Das Bruttoinlandprodukt stieg in dieser Periode um durchschnittlich 1,8 Prozent.

High-Tech-Industrie als Jobmaschine

Die rund doppelt so hohe Produktivität der High-Tech-Industrie wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus: Während im High-Tech-Sektor zwischen 2000 und 2012 per Saldo 55'000 Arbeitsplätze geschaffen wurden, wurden in anderen Industriesegmenten insgesamt rund 60'000 Stellen abgebaut.

Zur künftigen Sicherung auch der internationalen Innovations- und Technologieführerschaft der Schweiz bedarf es laut der Studie weiterer Anstrengungen. Wichtig seien neben der Bildungspolitik die finanziellen und steuerlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen.

Furcht vor Fachkräftemangel

Laut BAKBasel zielen die gegenwärtig diskutieren Vorschläge der Einführung einer Lizenz- oder Innovationsbox im Rahmen der Unternehmenssteuerreform III in diese Richtung. Verwiesen wird auch auf den heute schon vorherrschenden Fachkräftemangel, der sich künftig weiter zuspitzen werde und «mit der allfälligen Einführung von Kontingenten für ausländische Arbeitskräfte zusätzlich zu verschärfen droht».

(sda/me/ama)