Die Schweizer Hotelbetriebe verbuchten im Februar 2016 weniger Übernachtungen als im Vorjahr. Insgesamt ging die Zahl der Logiernächte um 1,3 Prozent auf 3,1 Millionen zurück. Dabei hat die inländische Nachfrage allerdings um 2,7 Prozent auf 1,6 Millionen Logiernächte zugenommen. Die Übernachtungszahlen der ausländischen Gäste gingen dagegen um 5,3 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilt. Zu beachten sei zudem, dass der Februar aufgrund des Schaltjahres einen Tag mehr hatte als im Vorjahr.

Die Besucherzahlen aus Europa rutschten im Februar um 7,2 Prozent nach unten, diejenigen aus dem wichtigsten Markt Deutschland gar um 9,4 Prozent. Deutschland hat damit in absoluten Zahlen (minus 34'000 Logiernächte) den stärksten Rückgang aller ausländischer Herkunftsländer verbucht.

US-Gäste mit schönem Plus

Markant schwächer fielen allerdings auch die Zahlen für die Niederlande (minus 23 Prozent) und Belgien (minus 13 Prozent) aus, für Frankreich (minus 4,3 Prozent) sah es etwas moderater aus. Die Gäste aus Grossbritannien erzielten sogar ein leichtes Plus (plus 1,7 Prozent). Die Zahl der Logiernächte der Gäste vom amerikanischen Kontinent stieg um 2,2 Prozent. Die USA verbuchten dabei ein Plus von gut 6 Prozent.

Die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent sank laut BFS um 0,5 Prozent. Der Rückgang schlug besonders stark in China mit minus 19,3 Prozent zu Buche, die Golfstaaten konnten hingegen mit plus 18,2 Prozent eine klare Zunahme verzeichnen. Aus Afrika (plus 4,6 Prozent) und Ozeanien (plus 6,2 Prozent) kamen ebenfalls mehr Gäste.

Hälfte der Regionen negativ

Sieben der vierzehn Tourismus-Regionen in der Schweiz verbuchten ein Minus bei den Logiernächten und erneut traf es dabei die Bergregionen und von diesen das Berner Oberland (minus 7,4 Prozent) am härtesten. Die Region Aargau verzeichnete mit einem Plus von knapp 12 Prozent das grösste Wachstum.

(sda/gku/ama)

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