Die Zinsen am Schweizer Hypothekenmarkt sind zum Ende des Jahres 2014 erneut gesunken. Seit November liegen die Zinsen für Festhypotheken sogar unter den Tiefstwerten vom Jahr 2012, wie aus dem Hypotheken-Barometer von Comparis hervorgeht.

Die Zinsen gingen über das ganze Jahr 2014 gesehen stark zurück. So verzeichneten die 10-jährigen Festhypotheken im Januar noch 2,7 Prozent Zins, am Jahresende erreichten sie den «historischen Tiefstwert» von 1,8 Prozent, wie es in der Mitteilung der Vergleichsdienstes heisst.

Langfristige Laufzeiten beliebt

Die 5-jährigen Festhypotheken erreichten mit 1,3 Prozent Ende Dezember ebenfalls einen Tiefstwert. Die 1-jährigen Festhypotheken befinden sich auch auf diesem Niveau.

Beliebt waren laut dem Barometer zum Ende des Jahres vor allem Hypotheken mit langfristigen Laufzeiten: Bei 85 Prozent der Hypotheken wurden im vierten Quartal lange Laufzeiten nachgefragt. Am Anfang des Jahres hatte dieser Anteil noch 63 Prozent betragen.

Globale Niedrigzinspolitik

Die Hypothekarzinsen sanken 2014, obwohl die Anforderungen für die Vergabe von Hypotheken in der Schweiz verschärft wurden. Zum Sinkflug habe auch die globale Niedrigzinspolitik beigetragen, schreibt Comparis weiter.

2015 sei ebenfalls mit günstigen Bedingungen für Eigenheim-Käufer gestartet. Die Ankündigung der Nationalbank, ab 22. Januar von den Banken Negativzinsen zu verlangen, wirke sich positiv auf die Hypothekenkonditionen aus, wird Marc Parmentier, Banken-Experte bei Comparis, in der Mitteilung zitiert.

(sda/tno/ama)