Die Schweizer Industrieunternehmen haben 2012 den Umsatz mehrheitlich steigern können, jedoch vielfach auf Kosten der Margen. Insgesamt war die operative Leistung rückläufig, wie die Beratungsfirma IFBC anhand von 140 börsenkotierten Industriefirmen schliesst.

Trotzdem stieg das Bewertungsniveau dieser Betriebe an der Börse. IFBC führt das auf den Optimismus der Investoren bezüglich der künftigen Performance zurück.

Die untersuchten Firmen steigerten ihren Umsatz durchschnittlich um 2,3 Prozent. Gleichzeitig sanken die Margen teilweise markant. Lediglich 42 Prozent der Unternehmen erzielten einen über den Kapitalkosten liegenden Gewinn. Vor der Finanzkrise waren es noch 62 Prozent gewesen.

Besonders von der Erosion der operativen Performance betroffen waren gemäss IFBC die Sektoren Chemie, Rohstoffe und Bauwesen sowie Industrie und Dienstleistung. Firmen aus dem Gesundheits- und Technologiesektor verbesserten die operative Leistung hingegen im allgemeinen.

Liquidität erfreulich

Während die Analyse der Kapitalstruktur im wesentlichen eine solide Finanzierung zeigt, ergibt ein Blick auf die Verschuldungskapazität, dass die Möglichkeit zur Aufnahme weiteren Fremdkapitals bei 40 Prozent der Unternehmen eingeschränkt ist. Die Liquidität hingegen ist erfreulich. 2012 hielten die Unternehmen zwar weniger Liquidität als im Vorjahr, aber deutlich mehr als vor der Finanzkrise.

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IFBC führt seit 2008 jährlich eine finanzielle Analyse der börsenkotierten Schweizer Industrieunternehmen durch.

(tno/vst/sda)