Die Lage der Schweizer Industrie hat sich nach dem Frankenschock nun offenbar etwas stabilisiert. Das UBS-Barometer für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Industrie stieg im April auf -0,68 von -1,28 Punkten im März. Bei den Grossunternehmen, die weniger unter dem Wegfall des Euro-Mindestkurses gelitten hatten, verbesserte es sich auf -0,18 von -0,85 Zählern.

Bei beiden Unternehmensgruppen hätten vor allem höhere Bestellungseingänge im Vergleich zum Vormonat und eine allgemein etwas optimistischere Erwartung zum besseren Ergebnis beigetragen, heisst es in einer Mitteilung. Der mittlerweile etwas schwächere Franken dürfte zur leicht optimistischeren Stimmung beigetragen haben.

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Auftragseingänge aus dem Ausland verhalten

Aber trotz der zwischenzeitlichen Aufhellung beim Wechselkurs seien die Auftragseingänge aus dem Ausland eher verhalten geblieben und die Unternehmen hätten diese als «sehr schlecht» beurteilt. Die Ökonomen der Grossbank betonen denn auch, dass die April-Werte noch immer unter dem langjährigen Durchschnitt von 0,13 für die KMU beziehungsweise 0,15 für die Grossunternehmen lagen.

(awp/tno/ama)