Die Schweiz belegt hinsichtlich Informationstechnologien weltweit den vierten Platz, wie ein Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) feststellt. Von 138 untersuchten Ländern schnitten nur Schweden, Singapur und Finnland besser ab.

Untersucht wurde, wie gut die Länder Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen, um das wirtschaftliche Wachstum und die Gesellschaftsentwicklung zu fördern.

Hinter der Schweiz folgten die USA vor Taiwan, Dänemark, Kanada, Norwegen und Südkorea. Die klare Führerschaft der nordischen Länder und der asiatischen Tigerstaaten habe sich bestätigt, führte Thierry Geiger, Mitautor des WEF-Berichts vor den Medien in Genf aus.

Bei den Entwicklungsländern belegten Malaysia (Rang 28), Tunesien (35), China (36) und Indien (48) die vordersten Plätze. Über alle Länder betrachtet habe es im Vergleich zu früher kaum Veränderungen in der Rangliste gegeben, hielt Geiger fest.

Einfluss der neuen Technologien wächst

Geiger betonte zudem, dass der Einfluss der neuen Technologien auf die Gesellschaft stetig grösser werde. Dies hätten die Revolutionsbewegungen in den arabischen Ländern erneut gezeigt.

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In seiner zehnten Ausgabe unterstreicht der WEF-Bericht generell das Veränderungspotential der neuen Technologien. Die Armut könne reduziert werden. Ausserdem sei ein besserer Zugang zu Basisdiensten gegeben.

Eine im Bericht erwähnte Studie zeige etwa, dass die Bevölkerung in Entwicklungsländern durch Mobiltelefone besseren Zugang zu Bankdienstleistungen habe. Noch immer hätten weltweit 2,7 Milliarden Menschen kein Bankkonto. In Südafrika hätten beispielsweise nur gerade sechs von zehn Personen Zugang zu Bankdienstleistungen, 95 Prozent der Erwachsenen würden aber über ein Handy verfügen.

Das Mobiltelefon sei kostengünstig, vernetzt und sei vielfältig nutzbar. Die Zahl von 1,5 Milliarden Handys, die derzeit in den Entwicklungsländern im Umlauf seien, werde bis 2015 auf 2,5 Milliarden steigen, sagte Geiger weiter.