«Mit seinem Konto bei der Bank Sarasin stand Philipp Hildebrand unabhängig von den Dollar-Deals auf heiklem Terrain», schreibt die «SonntagsZeitung» in ihrer heutigen Ausgabe. Grund dafür: Seine amerikanische Frau Kashya besass eine Vollmacht und handelte über das Konto - folglich hätte dieses den US-Behörden gemeldet werden müssen.

Offensichtlich wurde dies aber nie getan. Ein Insider berichtet der «SonntagsZeitung», dass dies nun nachgeholt werden soll - und zwar in Form einer «stillen Offenlegung».

US-Bürger, die über Konten von mehr als 10'000 Dollar verfügen, müssen diese mit einem speziellen Formular (FBAR) melden. «Entscheidend ist nicht die Verfügungsgewalt über das Konto, auch eine Vollmacht auf das Konto einer Nicht-US-Person genügt für die Meldepflicht», wie US-Steueranwalt William Sharp zitiert.

Neben der Meldepflicht könnte Kashya Hildebrand mit dem Sarasin-Konto auch die Steuerpflicht verletzt haben, mutmasst die «SonntagsZeitung». Laut PWC-Gutachten belegt sind rund 40 Transaktionsabrechnungen - möglich, dass die Ex-Devisenhändlerin Kashya Hildebrand das Sarasin-Konto für weitere Geschäfte genutzt haben könnte.

Anzeige

«Im Unterschied zur Schweiz besteuern die USA Kapitalgewinne», heisst es weiter. «Versteckte Kashya Hildebrand diese vor den USA, könnte sie ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung in Amerika erwarten.»

(vst)