Nach dem spürbaren Anstieg zu Jahresbeginn haben sich die Zinsen für Festhypotheken inzwischen auf höherem Niveau stabilisiert. Dies zeigt das Hypotheken-Barometer für das erste Quartal 2013 des Vergleichsdienstes Comparis.

Von einer Zinswende könne nicht die Rede sein, wird Stefan Rüesch, Banken-Experte von Comparis, in der veröffentlichten Mitteilung zum jüngsten Hypotheken-Barometer zitiert. Die Zinsen hätten sich seit Mitte Februar auf höherem Niveau stabilisiert. Und es bestünden keine Anzeichen, dass die Zinsen weiter steigen würden.

Antizyklische Kapitalpuffer antizipiert

Anfang Jahr waren die Richtzinsen für zehnjährige Festhypotheken innert kürzester Zeit von 2,0 auf 2,3 Prozent gestiegen. Der Markt habe den antizyklischen Kapitalpuffer antizipiert und die Anpassungen bereits vor dem Entscheid des Bundesrats vorgenommen, erklärte Rüesch. Zudem hätten die Banken ihre Margen erhöht.

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Der Quartalsdurchschnitt für Festhypotheken mit zehnjähriger Laufzeit betrug 2,2 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal, wie es weiter hiess. Bei den Festhypotheken mit fünfjährigen Laufzeiten stiegen die Richtzinsen von 1,4 auf 1,6 Prozent. Die einjährigen Festhypotheken dagegen stagnierten bei durchschnittlich 1,4 Prozent.

Variable Hypotheken verharrten bei 2,7 Prozent. Trotz der kurzzeitigen Erhöhung sind Hypotheken laut Comparis-Einschätzung weiterhin günstig; darum habe sich die Nachfrage auch kaum verändert.

(rcv/aho/sda)