Die FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter zieht souverän in den Ständerat ein. Die 47-jährige Justizdirektorin erhielt im ersten Wahlgang im Kanton St. Gallen 101'181 Stimmen bei einem Absoluten Mehr von 78'357 Stimmen. Die anderen Kandidierenden schafften die Wahl nicht.

Die zweitmeisten Stimmen erhielt Toni Brunner. Mit 56'347 Stimmen lag der Parteipräsident der SVP noch vor dem Bisherigen Eugen David von der CVP, der 47'774 Stimmen auf sich vereinte.

SP-Herausforderer Paul Rechsteiner errang 44'348 Stimmen, Yvonne Gilli von den Grünen erhielt 24'183 Stimmen. Jürg Gehrig von der BDP ist mit 5311 Stimmen weit abgeschlagen. Auf Vereinzelte entfielen 2451 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 51,7 Prozent.

Der zweite Wahlgang findet am 28. November statt. Die Parteien haben bis Dienstagabend Zeit, ihre Wahlvorschläge einzureichen.

Blocher nur auf Platz drei

Christoph Blocher (SVP) schaffte im Kanton Zürich den Einzug in den Ständerat im ersten Durchgang nicht. Die beiden Bisherigen Verena Diener (GLP) und Felix Gutzwiller (FDP) erreichten zwar am meisten Stimmen, für die Wiederwahl reichte es jedoch nicht.

Diener machte mit 157'945 Stimmen das beste Resultat. Gutzwiller brachte es als Zweiter auf 153'548 Stimmen. Als Herausforderer der beiden Bisherigen schaffte es Blocher mit 131'041 Stimmen auf den dritten Platz. Das absolute Mehr lag bei 173'162 Stimmen.

Keinen Einfluss auf den Ausgang dieser Ständeratswahlen hatten die Kandidaten der Linken, sie liegen weit abgeschlagen zurück. Auf Thomas Hardegger (SP) fielen 72'727 Stimmen, Balthasar Glättli von den Grünen erreichte 68'036 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,65 Prozent.

Vor Journalisten sagte Blocher am Abend, er werde wieder antreten.

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«Wir wollten mit den Freisinnigen zusammenarbeiten»

Für SVP-Nationalrat Alfred Heer liegt der Grund für Blochers Abschneiden unter anderem bei der FDP. Diese sei Blocher in den Rücken gefallen.

Dass Blocher nur auf dem dritten Platz liegt und das absolute Mehr nicht erreichen dürfte, liegt für Heer nicht zuletzt an der Negativ-Propaganda der FDP. «Wir wollten mit den Freisinnigen zusammenarbeiten, doch sie haben Blocher lieber schlechtgemach», sagte er auf Anfrage.

Blochers Nachteil sei aber auch gewesen, dass er mit Diener und Gutzwiller gegen zwei Bisherige habe antreten müssen. Eine solche Ausgangslage sei immer schwierig für einen Neuen.

(tno/sda)