1. Home
  2. Konjunktur
  3. KOF: Rosige Aussichten für Schweizer Wirtschaft

KOF: Rosige Aussichten für Schweizer Wirtschaft

KOF-Chef Jan-Egbert Sturm: prächtige Zukunftsprognosen für die Schweizer Wirtschaft (Bild: Keystone).

Dem starken Schweizer Franken zum Trotz: Die Schweizer Wirtschaft soll laut der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) im 2011 um 2,8 Prozent wachsen.

Veröffentlicht am 25.03.2011

Im laufenden Jahr dürfte das Wachstum dank der hohen Nachfrage aus dem Ausland und der robusten Lage der Schweizer Binnenkonjunktur 2,8 Prozent betragen. 2012 wächst das Bruttoinlandprodukt (BIP) gemäss der Prognose der KOF-Experten noch um 2,3 Prozent.

Die KOF hat die Wachstumsaussichten allerdings stark nach oben korrigiert. Grund sind die neuesten Zahlen und Daten zur Wirtschaft. Im Dezember hatte das Institut für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,9 Prozent und für 2012 eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 2,0 Prozent vorausgesagt.

Normalisierung

Für KOF-Leiter Jan-Egbert Sturm ist der prognostizierte Rückgang des Wachstums von 2011 auf 2012 eine "Normalisierung", wie er am Freitag vor den Medien in Zürich sagte. "Die Schweizer Konjunktur ist ausserordentlich gut aufgestellt", sagte der Experte. Der private Konsum dürfte bis 2012 eher zulegen.

Die Arbeitslosigkeit sinkt laut der KOF-Prognose bis 2012 kontinuierlich auf 2,7 Prozent. 2009 betrug die Beschäftigungslosenquote noch 3,7 Prozent.

Schwächerer Franken

Auch das derzeitige Frankenhoch ist laut KOF kein Dauerzustand. "Wir gehen davon aus, dass eine leichte Abwertung des Frankens wieder drinliegt", sagte Sturm. Bis Ende 2012 steige der Wert eines Euros wieder in Richtung 1,40 Franken. Sturm geht davon aus, dass die Anleger nicht pausenlos in gleich hohem Masse in den Schweizer Franken flüchten werden.

Wie stark die Naturkatastrophen und die Atomkrise in Japan die Erholung der Weltkonjunktur belasten, ist laut dem KOF schwer vorauszusagen. Risiken bärgen auch die nicht gelöste Schuldenkrise in Europa, das US-Budgetdefizit und Unruhen in mehreren arabischen Ländern, warnen die Experten. (rcv/laf/sda)

Anzeige