Für das Jahr 2011 rechnen die Ökonomen der UBS nur noch mit einem Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 2,0 Prozent. Im Juli waren sie noch von 2,7 Prozent ausgegangen. Die Prognose für das nächste Jahr korrigieren sie von 2,2 auf 1,3 Prozent nach unten. Gründe sind die Frankenstärke und die globale Konjunkturabschwächung.

Damit liegt die UBS zwischen der Credit Suisse und Bakbasel, welche ihre Prognosen für 2012 am Dienstag auf 2,0 respektive 0,8 Prozent revidiert hatten.

Trotz der Prognoserevision nach unten seien die Ökonomen der UBS weiterhin optimistisch für die Schweizer Wirtschaft, hiess es. Diese entwickle sich seit einigen Jahren besser als die Wirtschaft in vielen anderen westlichen Industrieländern. Gründe dafür seien die Einwanderung durch die Personenfreizügigkeit mit der EU sowie die soliden Bilanzen der Haushalte, Unternehmen und der öffentlichen Hand.

UBS: Nur moderate Inflation

Die Schweizer Wirtschaft sei in einer viel besseren Ausgangslage als viele andere hochverschuldete westliche Industrieländer. Der starke Franken werde über seine preisdämpfende Wirkung auf importierte Güter dafür sorgen, dass die Inflation vorerst noch tief bleibe.

Allerdings sieht die UBS aufgrund der expansiven Geldpolitik und insbesondere der erneuten Deviseninterventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) längerfristig ein bedeutendes Inflationsrisiko. 2012 werde die Teuerung aber noch bei moderaten 1,1 Prozent liegen.

Eine Straffung der Geldpolitik dürfte frühestens Ende nächsten Jahres anstehen. Im Arbeitsmarkt rechnen die UBS-Ökonomen mit einer Stabilisierung der Arbeitslosenquote bei ungefähr 3,0 Prozent.

(tno/vst/sda)

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